Articles for category "Grundlagenforschung"


08 March 2017 · Grundlagenforschung · Medienmitteilung

Die Schutzschicht der Ur-Landpflanzen

Mit Moosen bewachsener Baumstamm. Ein internationales Forschungsteam hat den Reaktionsweg entschlüsselt, mit dem die kleinen Pflanzen ihre äußere Schutzschicht ausbilden. Foto: Ralf Reski.

Ein internationales Forschungsteam hat bei Moosen einen Mechanismus enthüllt, der für die Evolution von Ökosystemen auf dem Festland entscheidend war. Sie entschlüsselten den biochemischen Reaktionsweg, der beim Moos Physcomitrella patens für die Entwicklung der Kutikula verantwortlich ist. Diese wachsartige Oberfläche bildet die äußere Abschluss-Schicht einer Pflanze und schützt vor Wasserverlust. Im Fachjournal Nature Communications schildern die Biologinnen und Biologen, wie das Enzym CYP98 aus der Familie der Cytochrome P450 in Physcomitrella die Bildung der phenolhaltigen Kutikula beeinflusst, das in Samenpflanzen dagegen die Produktion von Lignin einleitet. Die Biologen folgern aus ihren Ergebnissen, dass die Entwicklung der Kutikula im gemeinsamen Vorfahren von Moosen und Samenpflanzen erstmals herausgebildet wurde: in den Ur-Landpflanzen, die das Wasser verließen, auf Steinen wuchsen und so die Grundlage für alle heutigen Ökosysteme schufen. Das Forscherteam leiteten Prof. Dr. Ralf Reski von der Universität Freiburg und Dr. Danièle Werck-Reichhart vom Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) Institut für Pflanzenmolekularbiologie (IBMP) in Strasbourg/Frankreich. Die Ergebnisse ermöglichen auch eine neue biotechnologische Strategie, Biopolymere in Pflanzen herzustellen – abseits der wissenschaftlich gut untersuchten Produktion von Lignin bei Bäumen.

ganze Pressemitteilung bei der Universität Freiburg

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12 January 2017 · Grundlagenforschung · Medienmitteilung

Überlebenskünstler in der Antarktis

Der Moosforscher Hyoungseok Lee in der Antarktis. Foto: KOPRI

Den Einfluss des Klimawandels auf die Pflanzenwelt in der Antarktis zu verstehen ist ein neues Projekt des ReskiLabs. Die beiden Biologen Prof. Dr. Ralf Reski von der Universität Freiburg und Dr. Hyoungseok Lee vom Korea Polar Research Institute KOPRI werden dazu in einem ersten Schritt das Genom eines antarktischen Vertreters der Moosart Sanionia uncinata entziffern. In einem zweiten Schritt wird dieses mit dem Genom des Modellmooses Physcomitrella patens verglichen, das jedoch nicht in der Antarktis wachsen kann. „Wir freuen uns auf diese Forschung und erwarten neue Erkenntnisse über die Anpassung der Pflanzen an raue Umweltbedingungen“, sagt Reski. Das Projekt wird aus KOPRIs „Polar Genomes 101 Project“ bezahlt. Der Rektor der Universität Freiburg, Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer, und der Präsident des Korea Polar Research Institute KOPRI/Südkorea, Dr. Ho-Il Yoon, haben dazu jetzt ein Kooperationsabkommen für Moosforschung unterzeichnet.

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29 November 2016 · Grundlagenforschung · Medienmitteilung

Biologen entschlüsseln Ursprung von Spaltöffnungen

Die Fluoreszenz-Mikroskopie des Mooses Physcomitrella macht zwei seiner Spaltöffnungen sichtbar (grün fluoreszierend) sowie das Chlorophyll der Chlorplasten (rot, Autofluoreszenz). Foto: Dr. Stefanie Mueller

Ein internationales Forschungsteam hat aufgedeckt, welcher genetische Mechanismus die evolutionäre Entwicklung von Stomata – Spaltöffnungen, über die Pflanzen Kohlendioxid aufnehmen sowie Wasserdampf und Sauerstoff abgeben – ursprünglich ermöglicht hat. Dies gelang den Forscherinnen und Forschern, indem sie den für Blütenpflanzen wie die Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) schon zuvor bekannten Vorgang im Kleinen Blasenmützenmoos (Physcomitrella patens) entschlüsselten und dabei Parallelen aufzeigten, die sie auf einen gemeinsamen Vorfahren von Blütenpflanze und Moos zurückführen. Das Team unter der Leitung der Biologen Prof. Dr. Ralf Reski von der Universität Freiburg und Prof. David J. Beerling von der Universität Sheffield/England hat seine Ergebnisse in der Fachzeitschrift Nature Plants veröffentlicht.

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14 June 2016 · Grundlagenforschung · Medienmitteilung

Der Ursprung der Photosynthese

Atomare Details der beiden Enzyme FBPase and SBPase. Grafik: Oliver Einsle, Uni Freiburg

Die Struktur, Wirkweise und Abstammung von zwei Enzymen, die von zentraler Bedeutung für die CO2-Fixierung der Photosynthese sind, hat ein internationales Forscherteam aufgeklärt. Dazu untersuchte es FBPase und SBPase des Mooses Physcomitrella patens. Obwohl beide aus den Moospflanzen isolierten Enzyme ähnlich wirken, stammen ihre Gene von Vorläufern anderer Lebewesen ab: Eines stammt aus Alpha-Proteobakterien, das andere aus Archaeen – einzellige Organismen verschiedener Domänen, die selbst keine Photosynthese oder Kohlendioxid binden. Beide Gene wurden daher im Laufe der Evolution in Pflanzen zweckentfremdet und optimiert. Damit sind Photosynthese und CO2-Fixierung genetische Mosaike aus allen drei bekannten Domänen des Lebens: Bakterien, Archaeen und Eukaryonten. Das Team mit den Freiburger Wissenschaftlern Prof. Dr. Oliver Einsle, Studien-Erstautorin Desirée Gütle und Prof. Dr. Ralf Reski hat die Ergebnisse im Fachjournal PNAS veröffentlicht.

ganze Meldung bei der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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14 April 2016 · Grundlagenforschung · Medienmitteilung

Fünf Nadeln im Heuhaufen

Wissenschaftler entdecken Signale für den gezielten Proteinabbau: Ein Forschungsteam um den Freiburger Biologen Prof. Dr. Ralf Reski hat nun Substrate und Interaktionspartner gefunden, die im Moos Physcomitrella patens den Proteinabbau nach der so genannten N-end Rule ermöglichen. Diese beschreibt den Einfluss, den eine bestimmte Aminosäure, die sich am Anfang eines Proteins befindet, auf dessen Abbaugeschwindigkeit hat. Das Team hat die Studie in der Fachzeitschrift Molecular and Cellular Proteomics veröffentlicht.

ganze Pressemitteilung bei der Universität Freiburg

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18 January 2016 · Grundlagenforschung · Medienmitteilung

Kein Sex nötig

Ein deutsch-israelisches Team um den Freiburger Biologen Prof. Dr. Ralf Reski hat am Moos Physcomitrella patens einen Genschalter entdeckt, der auch ohne Befruchtung zu Nachkommen führt. Die Forscherinnen und Forscher vermuten, dass dieser Mechanismus in der Evolution konserviert ist und zentrale Fragen der Biologie beantwortet. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Nature Plants erschienen.

Ganze Pressemitteilung bei der Uni Freiburg

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24 March 2015 · Grundlagenforschung · Medienmitteilung

Laubmoos als Pionier des Wassersparens

Wann in der Evolution haben Pflanzen gelernt, Wasser zu sparen? Die ersten Ansätze dazu fand ein internationales Forschungsteam bei einem Laubmoos. Dabei kam auch heraus, wie die Evolution mit Molekülen spielt, berichtet ein Forscherteam im Fachjournal Current Biology, in dem auch das ReskiLab mitwirkte.

weiterlesen beim Informationsdienst Wissenschaft (idw)

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05 August 2013 · Grundlagenforschung · Medienmitteilung

Moos schlägt Mensch

Eine Gruppe deutscher, belgischer und japanischer Wissenschaftler, die der Biologe Prof. Dr. Ralf Reski von der Universität Freiburg koordiniert hat, beschreibt in einer Studie im Fachmagazin BMC Genomics die 32.275 proteinkodierenden Gene des Laubmooses Physcomitrella patens. Dies sind ungefähr 10.000 Gene mehr als das menschliche Genom enthält.

ganze Meldung bei der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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04 July 2013 · Angewandte Forschung · Grundlagenforschung · Medienmitteilung

Starke Achse zwischen Freiburg und Strasbourg

Das FRIAS (Freiburg Institute for Advanced Studies) und USIAS (University of Strasbourg Institute for Advanced Study) kooperieren. Einer der bewilligten Forschungsanträge ist das Projekt "METABEVO. Evolution of the plant phenolic metabolism: a search for new strategies to improve biofuel production”, das Ralf Reski beantragt hatte, meldet die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg beim Informationsdienst Wissenschaft (idw).

weiterlesen beim idw

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13 September 2011 · Grundlagenforschung · Medienmitteilung

Kalzium-Sensor in Pflanzen entdeckt

Ein Forscherteam um den Würzburger Professor Rainer Hedrich hat in Kooperation u.a. mit dem ReskiLab einen neuen Sensor entdeckt, mit dem Pflanzen ihren Kalziumhaushalt in der richtigen Balance halten, und im Fachjournal The Plant Cell veröffentlicht. Wenn er nicht funktioniert, hat das drastische Folgen.

ganze Meldung der Uni Würzburg beim Informationsdienst Wissenschaft (idw)

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14 December 2010 · Grundlagenforschung · In the Media

No Phenylketonuria in Certain Plants

The magazine Science Daily reports that the PAH gene found to be present in plants as well as animals.

read more at Science Daily

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13 December 2010 · Grundlagenforschung · Medienmitteilung

Keine Phenylketonurie im Kleinen Blasenmützenmoos

Wie Freiburger Wissenschaftler im Fachjournal Plant Cell berichten, kommt das PAH-Gen nicht nur in Tieren und Menschen, sondern auch in Algen, Moosen und Nadelbäumen vor. In Blütenpflanzen konnten die Wissenschaftler dieses Gen bisher nicht entdecken, dessen Defekt bei Menschen die Krankheit Phenylketonurie auslöst. Das Biotechnologen-Team um Prof. Dr. Ralf Reski schaltete das PAH-Gen im Kleinen Blasenmützenmoos Physcomitrella patens durch sogenanntes gene targeting aus, um dessen Funktion zu studieren. Wie erwartet reicherten diese Knockout-Moose Phenylalanin an, zeigten aber - im Gegensatz zu Menschen - keine Entwicklungsstörungen.

ganze Meldung bei der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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08 January 2010 · Grundlagenforschung · Medienmitteilung

Winzige RNAs bringen Gene zum Schweigen

Freiburger Forscher um Privatdozent Wolfgang Frank und Professor Dr. Ralf Reski entdecken einen neuen Mechanismus der Genregulation: microRNAs wirken nicht nur indirekt über die Behinderung anderer RNAs, sondern können auch direkt Gene abschalten, wie sie gemeinsam mit Tübringer Biologen im Fachjournal Cell beschreiben. Dabei werden diese Gene chemisch durch das Hinzufügen von Methylgruppen stillgelegt. Solche Veränderungen werden in der Fachsprache der Biologen als Epigenetik bezeichnet.

ganze Meldung bei der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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13 December 2007 · Grundlagenforschung · Medienmitteilung

Wie Pflanzen das Land eroberten

Freiburger Biologen führend bei der Entschlüsselung des Genoms des Kleinen Blasenmützenmooses, Physcomitrella patens.

ganze Meldung bei der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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